Ein Konzertabend in 13 Sprachen
Eine musikalische Spurensuche nach Heimat und Zugehörigkeit in Europa.
Heimat beginnt dort, wo sich Grenzen auflösen.
Ragna singt Lieder über Heimat in 13 Sprachen — von einem ukrainischen Lied über Wohnungslosigkeit, das seit dem Krieg zum Hit wurde und heute etwas ganz anderes erzählt als 2019, bis zu Schumanns „In der Fremde", in dem die Heimat selbst fremd geworden ist.
Dazwischen: ein sephardisches Lied in Ladino über den Verlust von Familie und Geborgenheit, ein russisches Lied über eine Heimat, die es nur in der Erinnerung gab, Renaud, Theodorakis, eine Ballade von den Hebriden. Lieder, die in ihren Herkunftsländern jeder kennt und hier noch niemand gehört hat.
Gemeinsam mit Thomas Holzhausen und Berit Jung verwandelt Ragna diese Lieder in vollständig neue Arrangements zwischen Folk, Jazz und Experimentellem — Kontrabass, Gitarre, Stimme.
Zwischen den Liedern erzählt Ragna von den Menschen hinter den Songs, von Ritualen und Brüchen, findet die leichten und die schweren Momente. Alles fügt sich zu einer Dramaturgie zusammen — mit einer überraschenden Wendung am Ende des Abends.
Heimat ist ein Begriff zwischen Sehnsucht, Hoffnung und Hass. Wo hört meine Heimat auf, wo beginnt deine? Heimat ist eine Idee, ein Gefühl, im steten Fluss. Insofern sollte Heimat immer im Plural stehen. Heimaten.
Die GVL unterstützte mich dabei, Lieder über Heimat zu recherchieren. Noch während ich daran arbeitete, bekam ich die Kündigung wegen Eigenbedarf. Eine neue Wohnung war für mich als selbständige Musikerin in Berlin nicht zu finden. Lange Zeit lebte ich mit der Angst, eines Tages auf der Straße zu stehen. Schlaflose Nächte und Panik waren meine ständigen Begleiter.
Bis ich irgendwann selbst die Entscheidung traf, ohne Wohnung zu leben. Es war eine Erleichterung. Ich konnte wieder atmen und lachen. Seit drei Jahren lebe ich zwischen Chania, Berlin, Köln und Frankreich.
Aus dieser Erfahrung ist Home In Between entstanden — verbunden mit der weltweiten Erfahrung von Heimatverlust, Entwurzelung und der Sehnsucht anzukommen.
Ballade von den Hebriden
Fabrizio de André
Mikis Theodorakis / Yannis Ritsos
Eldar Rjasanow
Odyn w Kanoe
Gesang · Performance
Gitarre · Sounds
Kontrabass
Mikis Theodorakis, Fabrizio de André, Eldar Rjasanow, Schumann/Eichendorff, Renaud, Ada Milea, sowie traditionelle Lieder der Sepharden und der Hebriden.
„Das war ein fantastisches Konzert. Vor allem die Kombination zwischen den wunderbaren Musikern und Ragnas Gesang, ihrer Performance und Ausstrahlung. Sehr ergreifend."
„Die Lieder haben mich total berührt und ich musste oft weinen. Obwohl ich die Lieder gar nicht kannte und auch die Sprache fremd für mich war."
„Das inhaltlich-künstlerische Konzept hat mir gefallen, weil es sehr aktuell und politisch war. Immer implizit. Die aktuellen Weltkrisen und -kriege, Not und Vertreibungen, waren in der Liedauswahl präsent — und das regte zum Nachdenken an."
„Delightful performance in multiple languages – unique + beautiful. Thank you very much."
M. · NY, USA„Vielen Dank für diesen charmanten Abend. Für diese Vielfalt an Liedern in so vielen verschiedenen Sprachen – wunderbar arrangiert."
Für Anfragen zu Auftritten und Kooperationen freue ich mich über eine Nachricht.