Berlin · Chania · unterwegs
Sängerin · Performerin · Stimm-Mentorin
Ich liebe die Musik, das Reisen und die Menschen, die ich dabei treffe.
Meine Wurzeln liegen am Klavier. Ich habe an der UdK Berlin und der Folkwang Hochschule Essen studiert, und meine liebste Lehrerin, Elena Lapitskaja, hat mich nach Berlin geholt. Zehn Jahre habe ich bei ihr studiert und bei ihr gewohnt, wenn ich für den Unterricht nach Berlin kam. Sie war mein musikalisches Vorbild, meine Mentorin und irgendwie auch ein bisschen wie eine Mama. Ihretwegen bin ich nach Berlin gegangen.
„Ich wollte eine andere Stimme – und habe ein anderes Leben bekommen."
Dann kam eine Sehnenscheidenentzündung. Eine Krankheit, die mich zwang innezuhalten, und die mir zeigte: Da ist noch etwas, das nach draußen will. Meine Stimme.
Die Stimmausbildung hat mein Leben verändert. Ich habe erlebt, was es bedeutet, mit dem ganzen Körper zu sprechen, mit dem Körper zu singen, den Körper klingen zu lassen. Das hat mir einen völlig neuen, ganzheitlichen Zugang zur Musik verschafft.
Beim Klavier hatte ich eine große Ausdruckskraft, aber auch ein ebenso großes Lampenfieber. Beim Singen war das plötzlich anders. Auch wenn das Lampenfieber da war: Auf der Bühne war ich bei mir.
So habe ich meinen Weg gemacht. Schauspiel- und Gesangsausbildung, eigene Lieder, eigene Programme.
Ich war dort in vielen Rollen unterwegs: als Pianistin und Begleiterin, als Sängerin, als Performerin, solo und im Duo. Ich begleite mich und andere Sänger:innen am Klavier und am Akkordeon.
Das Tanzen kam dazu, in einem Alter, in dem Tänzerinnen eigentlich aufhören. Ich habe Butoh getanzt und bin als Tänzerin auf die Bühne gegangen.
Mein Ziel war immer, Menschen zu berühren. Dass sie weinen dürfen und im selben Moment lachen dürfen.
Ein transkulturelles Bandprojekt über Heimat, Flucht und die Sehnsucht anzukommen. Mehrsprachig, berührend, weit über das hinaus, was ich mir am Anfang vorstellen konnte.
Mehr erfahren →Ein lebensfroher Liederabend über Vergänglichkeit. Mit Leichtigkeit, Humor und einer Stimme, die berührt – und gleichzeitig zum Lachen bringt.
Mehr erfahren →Als Performerin war ich in vielen Rollen unterwegs – solo, im Duo, mit Tanz und Sprache. Mit Kuhn Li erzähle ich die tragisch-komische Geschichte der liebreizenden Tsching-Luitscha: eine sprachakrobatische Pantomime in einer fremden Sprache, von der man doch jedes Wort versteht.
Zu Kuhn Li →Was ich mit meiner eigenen Stimme erlebt habe, gebe ich weiter. Ich begleite Frauen, die spüren, dass da noch viel mehr ist – und ihre Stimme wirklich nach außen bringen möchten.
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Ich war schon immer sehr neugierig, und es hat mich gereizt, Fremdes kennenzulernen. Ich war in Indien und habe südindische Musik studiert. Ich war in Südafrika und in Myanmar, als dort noch kaum Touristen waren, und am Annapurna Basecamp – eines der größten Naturerlebnisse meines Lebens.
Heute reise ich meist nicht mehr so weit. Ich liebe es, die Orte zu entdecken, an denen ich allein bin, und allein durch die Berge zu laufen. Das kann ich tagelang. Und ich liebe das Meer.
Krisen haben in meinem Leben immer dazu geführt, dass sich etwas verändert hat. Und dass ich mir Träume erfüllt habe.
Heute lebe ich zwischen Chania auf Kreta, Berlin, Köln und Frankreich. Auf Kreta finde ich langsam ein neues Zuhause und komme gerne immer wieder zurück nach Deutschland. Vielleicht ist genau das gemeint mit Heimat: nicht ein Ort, sondern viele.
Klavierstudium an der UdK Berlin und der Folkwang Hochschule Essen. Südindische Musik in Indien. Zehn Jahre bei Elena Lapitskaja.
Linklater-Training bei Kristin Linklater und Judith Shawn. Ausbildung zur Natural Voice Teacher bei Renate Schulze-Schindler.
Butoh bei Tadashi Endo und Yuko Kaseki. Schauspielausbildung am Europäischen Theaterinstitut Berlin.
Was ich mit meiner eigenen Stimme erlebt habe, möchte ich weitergeben. Denn ich weiß heute: Die Stimme, von der ich dachte, sie gehöre einfach so zu mir, war nur ein Schatten von dem, was wirklich in mir steckt.
Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Frauen zu begleiten, die mit ihrer Stimme andere Menschen berühren möchten. Frauen, die spüren, dass da noch viel mehr ist, und die die Sehnsucht haben, ihre natürliche Stimme zu befreien und wirklich nach außen zu bringen. Damit sie sich nicht länger zurückhalten. Damit sie sich Raum nehmen und für sich einstehen.
Ich bin Feministin und glaube an die Kraft der weiblichen Stimme: auf der Bühne, im Gespräch, im Leben.
Ich freue mich, wenn wir uns richtig kennenlernen – persönlich.